Kartoffeln fliegen erster Klasse

Als unsere Reiseplanungen vor einigen Monaten begannen, wurde der Heimatflug mit Bedacht von uns ausgewählt. Preis, Service, Ankunftszeit und -Ort mussten genau erwogen werden, damit alle zufrieden anreisen konnten.

Als wir im Flieger der Lufthansa saßen, war der Jubel und die Freude groß, denn trotz „Economy Class“ bietet diese deutsche Fluggesellschaft einen wunderbaren Service.

Als wir an unserem Ankunftsabend zusammen saßen, erzählten unsere Kinder begeistert von ihrer zurückliegenden Flugreise und baten meine Patin darum, dass es in den nächsten Tagen „Stopfer“ (Fränkisch: „Kartoffelbrei“) geben solle.

Gesagt, getan. Unser jüngerer Sohn suchte am darauffolgenden Tag bei unserem Großeinkauf die notwendigen Kartoffeln. Plötzlich schrie er quer durch den Discounter: „Mama, schau mal! Die Kartoffeln fliegen erste Klasse!“ – Eine wirklich plausible Erklärung, warum der fränkische Stopfer einige Tage später so gut schmeckte. Denn wenn „Economy Class“ schon solch ein Erlebnis war, wie wohlbehalten und umsorgt reisten dann die Kartoffeln in der „First Class“ an?

Advertisements