„Hello Mrs. Father“ in der alten Heimat

Langsam, aber sicher füllte sich der Saal des katholischen Pfarrzentrums in Uffenheim, während geschäftige Unterhaltungen und fränkischer „Prickolo“ aus Ippesheim die feierliche Stimmung unterstrich.

Uli Beigel (Schreibwaren-Bürobedarf Seehars, Inhaber) hatte zur ersten Lesung meines Buchs „Hello, Mrs. Father“ in unserer alten fränkischen Heimat eingeladen. Etwas nervös war ich zugegebenermaßen, denn bis dato hatte ich mein Buch noch nie vor einem Publikum präsentiert. Als nach und nach der Saal sich mit vielen lieben Gesichtern füllte, wich die ursprüngliche Angst einer Dankbarkeit für all die Menschen, die an diesem Abend kamen und durch ihr Engagement mit ermöglicht hatten, dass ich den Beruf einer Pfarrerin ergreifen konnte: die zugewandte Kindergartenerzieherin, die mir in meinen frühen Kinderjahren Geborgenheit und Nähe schenkte; die liebevolle Grundschullehrerin, die mir schon in jungen Jahren die Liebe zu Bildung und Wissen weitergab; die passionierten und engagierten Lehrer meiner Gymnasialzeit, die mich auch durch so manches tiefes Tal zum Abitur trugen. Natürlich fehlten auch Weggefährten aus meiner Vikariatszeit nicht, die nun vertraute Freunde und zugewandte Paten unseres jüngeren Sohns sind. Sogar eine „New Yorker Uffenheimerin“, die sich zur gleichen Zeit in unserer Heimatstadt aufhielt, war zum Lesungsabend gekommen.

2017-07-20 18.59.15

Noch einmal holte ich tief Luft und begann von unseren bunten und vielfältigen Erlebnissen der vergangenen Jahre in New York zu berichten, die in meinem Buch in kleinen Anekdoten festgehalten sind. Eines aber vermisst diese intensive Zeit besonders: die fränkische Heimat. Ohne diese tragfähigen Wurzeln durch die Zugewandtheit vieler lieber Menschen wäre eine Reise bis an den fernen Big Apple kaum möglich gewesen.

2017-07-20 19.01.16

Advertisements