„Hello Mrs. Father“ im Bayerischen Fernsehen

Als ich vor geraumer Zeit eine Einladung des Bayerischen Fernsehens zu ihrer Live-Show „Wir in Bayern“ erhielt, staunte ich nicht schlecht. „Hello, Mrs. Father“ im Bayerischen Fernsehen? Als Pfarrerin eine ungewohnte und neue Herausforderung, der ich mich aber gerne stellte. Nach Martin Luthers Überzeugung steht im Zentrum seiner Amtstheologie die Präsenz Jesu Christi in diesem Amt, das die jeweiligen Geistlichen zu Gottes Werkzeugen macht. Durch ihr Sprechen und Handeln soll Gottes Nähe und Seine Verheißung ganz alltäglich greifbar transparent werden (1). In unserer Gegenwart bedeutet dies ein Engagement und eine Verkündigung dort, wo Menschen sind – also nicht nur sonntags in der Kirche, sondern an unzähligen anderen Orten, wie z. B. im Fernsehen.

Und so eröffnete sich mir als Pfarrerin einige Monate später eine völlig neue Welt. Dank der Unterstützung durch Gunnar Dillschneider, der die Verkündigung in privaten Medien begleitet, und Susanne Hagenmaier vom Bayerischen Fernsehen, stellte ich mich dieser neuen Herausforderung. Denn ich war mir sehr bewusst, dass kein Wort und keine Geste in dieser Live-Sendung wieder zurückgenommen werden konnte.

(Bild 1: Gunnar Dillschneider (links) ; Bild 2: Susanne Hagenmaier (Mitte); Bild 3: Fernsehhund Henry)

Als der Countdown dann begann, sprach ich leise ein kleines Gebet, atmete noch einmal tief durch und versank schließlich in einer völlig neuen Welt, die sich mir als einer von vielen zugewandt, engagiert und positiv zuwandte.

Herzlichen Dank, liebes Bayerisches Fernsehen, für diese wertvollen Einblicke!

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(1) vgl. Jonathan Mumme: Die Präsenz Christi im Amt. Am Beispiel ausgewählter Predigten Martin Luthers, 1535–1546, 2015.

Anbei der Link zum Podcast dieser Sendung: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/wir-in-bayern/montag-24072017-wir-in-bayern-102.html

 

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