Neue Wege wagen – digitaler KU und digitale Meetings als Hilfsmittel für Gemeinde und Pfarramt in Zeiten von Corona

Corona ist in aller Munde. Noch in einigen Jahren werden wir es als ein einschneidendes Erlebnis in Erinnerung behalten. Für uns Pfarrerinnen und Pfarrer stellt sich wie für alle kommunikativen und auf Kontakt ausgerichteten Professionen die Frage, wie wir den wichtigen menschlichen Kontakt aufrechterhalten und gleichzeitig vor allem für die wenigen unter uns schützen, die besonders gefährdet durch den Virus sind.

Daher ganz praktisch an dieser Stelle für all diejenigen, die gegenwärtig neue Wege wagen müssen, meinen kleinen Erfahrungsbogen mit digitalen Treffen und Veranstaltungen:

Digitaler Konfirmandenunterricht

Was erst aus der Not der großen Fläche unserer deutschsprachigen Auslandsgemeinde am Big Apple entstand, ist nun ein Segen. Unsere Gemeindeglieder wohnen in drei US-Bundesstaaten, daher sind auch die Wohnorte unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden weit voneinander entfernt. Um drei dieser Jugendlichen zu erreichen, habe ich im Herbst den Sprung in eine Kombination von analogem und digitalem Unterricht gewagt.

Als Plattform hat sich Zoom als die geeignetste gezeigt. Sie ist stabil, man kann „Brake Out“-Sessions anbieten, Dokumente teilen, Bildschirm freigeben, Filme zeigen, miteinander Chatten.

Für Materialien und Arbeitsaufgaben verwende ich Google Classroom. Hier hinterlege ich Material, stelle Links ein. Weiterhin können wir gut kommunizieren. Arbeitsaufgaben können ebenso gestellt, an sie erinnert und kommentiert werden.

Abwesende Konfirmandinnen und Konfirmanden können die Stunde mittels einer Aufnahme leicht nachholen. Das hilft bei einer eventuellen Krankheit oder durch andere Gründe evozierten Abwesenheit.

Was selbstverständlich ist, aber vielleicht nicht jeder Gemeinde präsent: Die Technik des Host muss auf dem neuesten Stand sein, damit unnötige Ärgernisse ausbleiben. Daher ist es durchaus eine finanzielle Investition. Mein Rat: neueres Notebook oder MacBook, gute  digitale Kamera und ein Tischmikrophon, das die Gespräche gut aufnimmt.

Digitale Meetings

Im Kirchenrat, dem kirchenleitenden Gremium, gibt es schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme. Auch hier hat sich Zoom als eine gute und stabile Plattform erwiesen. Der Vorteil ist bei dieser Möglichkeit, dass auch technikdistanzierte Personen sich mit einem normalen Telefon „einwählen“ und teilnehmen können.

Dokumente können live ganz einfach gezeigt werden. Das spart Papier und hilf bei der Visualisierung. Das Dokument selbst kann dann digital versandt werden.

Soweit in dieser komplexen Situation mein Erfahrungshorizont. Lasst uns in allen Einschränkungen auch die Chancen entdecken, die in dieser Situation liegen. Wer weiß? Vielleicht blicken wir in einigen Jahren zurück und sehen, welche neuen Wege dies eröffnet hat…

Allen Betroffenen wünsche ich Gottes Segen und Seinen Schutz! Möge Er Seine Hände über euch halten.

Herzliche Grüße aus New York

Miriam Groß

2019-10-09 15.34.13